HOI News

ABCommunication - Rhetorik

October 29, 2026

In unserer Serie ABCommunication nehmen wir Branchen-, Mode- und Unwörter unter die Lupe. Was steckt dahinter? Wie verwenden wir sie in der Kommunikation und welche Stolpersteine gibt es?

Rhetorik

Worte wirken – geschrieben, gesprochen, gehört. Eine Alliteration, die Verwendung desselben Anfanglautes, verleiht Rhythmus. Eine Metapher lässt Worte leuchten und erweckt Gedanken zum Leben. Ein Vergleich macht Komplexes greifbar: Rhetorik ist wie ein Gewürz - zu wenig ist fade, zu viel macht’s ungeniessbar. Mit Rhetorik steigern wir die Wirkung, wie eine Klimax dies tut: Wir sprechen, wir überzeugen, wir verändern. Wer Rhetorik und ihre Stilmittel wie die Litotes, eine Hervorhebung durch doppelte Verneinung, beherrscht, macht nicht selten den Unterschied.

Eine alte, aber zeitlose Kunst

Der Ursprung der Rhetorik führt ins antike Griechenland. Übersetzt aus dem Altgriechischen ist Rhetorik die Kunst der Rede. Für Richter, Anwälte, Politiker war die Beherrschung dieser Kunst entscheidend, um Menschen zu überzeugen. Rhetorik hatte einen festen Platz der Gesellschaft. Wie die Griechen lehrten später auch die Römer die Rhetorik. Rhetorik war nicht nur ein politisches Instrument, sondern prägte auch die Künste.

Doch Rhetorik ist kein Relikt vergangener Zeit. Noch heute ist sie in der Kommunikation relevant - ob Interview, Informationsanlass oder Agenturpitch. Mit wirkungsvoller Rhetorik bringen wir Inhalte auf den Punkt, schaffen Glaubwürdigkeit, vermeiden Missverständnisse und begeistern.

Klar kommunizieren statt irreführen

Oft, und teilweise zu Recht, steht Rhetorik in der Kritik, da sie Bilder fern von Realität und Fakten schaffen und manipulieren kann. Verantwortungsvolle Rhetorik ist keine Manipulation. Sie will nicht irreführen, sondern durch klare Worte und Fakten überzeugen.

Tipps

1. Starte kraftvoll: Mit einem packenden Einstieg richtet sich die Aufmerksamkeit sofort auf dich. Dafür eignet sich eine Frage, eine überraschende Aussage oder eine Anekdote.

2. Beziehe dein Publikum ein: Interaktion hält die Aufmerksamkeit hoch. Stelle Fragen, hole Meinungen ein oder rege zu einem Gedankenexperiment an.

3. Sprich mit Struktur: Eine überzeugende Rede folgt einem klaren roten Faden. So stellst du sicher, dass dir dein Publikum bis zum Schluss folgt.

4. Lass dich inspirieren: Lies Zeitungen, schau spannende Reden, hör packende Podcasts. Dort findest du rhetorische Tricks, die du in deine Kommunikation einbauen kannst.

5. Schliesse stark ab: Wie der Einstieg bleibt auch das Ende im Gedächtnis. Überlege dir deshalb genau, mit welcher Botschaft und welchem Gefühl du dein Publikum verabschieden möchtest.

PS: Zwar ist Rhetorik die Kunst der Rede, doch auch deine Texte können davon profitieren. Was die richtigen Worte bewirken können, siehst du in diesem Video:

‍