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ABCommunication - Pitch

May 20, 2026

In unserer Serie ABCommunication nehmen wir Branchen-, Mode- und Unwörter unter die Lupe. Was steckt dahinter? Wie verwenden wir sie in der Kommunikation und wo lauern Stolpersteine?

Pitch

Jetzt zählt’s. Gespannt und voller Erwartung sitzen Menschen vor uns, die in den nächsten Minuten entscheiden, ob unsere Agentur und unsere Ideen die richtige Wahl für ihr Projekt sind. Ich atme tief durch und starte die Präsentation. Der Pitch beginnt.

Was ist ein Pitch?

Ein Pitch ist eine Bewerbung um einen Auftrag und kulminiert meist in einer Agentur-Präsentation beim Kunden. Häufig ist diese Präsentation der erste persönliche Kontakt nach einem vorgängigen schriftlichen oder telefonischen Austausch. Es ist der Moment, um zu überzeugen, den Auftrag zu gewinnen und idealerweise eine langfristige Partnerschaft aufzubauen.

In der Regel stehen dafür 30 bis 60 Minuten zur Verfügung. In dieser Zeit müssen die Agentur, das Projektteam, das Verständnis des Auftrags sowie erste Überlegungen zu Strategie, Massnahmen, Referenzen, Budget und Zeitplan präsentiert werden. Am Ende soll der Pitch eine zentrale Frage beantworten: «Warum sind wir die passende Agentur für dieses Projekt?»

Wie kommt man zum Pitch?

Viele Wege führen zum Pitch: eine öffentliche Ausschreibung, Kontakte aus dem persönlichen Netzwerk, Empfehlungen oder eine Anfrage über das Kontaktformular. Umso wichtiger ist es, das eigene Angebot und die Referenzen auf der Website stets aktuell zu halten.

Auslöser für einen Pitch ist meist ein Kommunikationsproblem, für das eine Lösung gesucht wird. Für die Agentur bietet sich hier die Chance, mit Erfahrung, Know-how und massgeschneiderten Lösungsansätzen zu überzeugen. Bis es allerdings zum eigentlichen Pitch kommt, braucht es oft einen ersten Austausch oder eine schriftliche Bewerbung.

Freud und Leid nah beieinander

Pitches sind wie das Leben: Erfolg und Enttäuschung liegen oft nah beisammen. Die Freude über einen gewonnenen Auftrag ist gross, denn dann hat sich der zeitliche, personelle und finanzielle Aufwand gelohnt. Genauso gross kann der Frust sein, wenn man trotz aller Mühe nicht zum Zug kommt. Doch das gehört dazu. Denn nach dem Pitch ist vor dem Pitch. Entscheidend ist, aus Erfahrungen zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.

So gelingt dein Pitch

Wir pitchen ständig, nicht nur vor Kundinnen und Kunden. Sei es bei internen Projekten wie der Neugestaltung der Webseite oder privat, wenn wir die nächsten Ferien planen. Diese fünf Tipps helfen dir beim nächsten Pitch:

1. Bereite dich gut vor: Überlege dir genau, wem du präsentierst, welches Problem du lösen sollst und welche Erwartungen bestehen. Entwickle darauf basierend eine massgeschneiderte Lösung.

2. Komm auf den Punkt: Die Zeit ist meist knapp. Konzentriere dich auf das Wesentliche und verliere dich nicht in Details.

3. Setze auf Storytelling: Verpacke deinen Pitch in eine packende Geschichte. Geschichten machen Inhalte greifbar und bleiben besser im Gedächtnis.

4. Inhalt ist nicht alles: Was Du sagst, ist wichtig. Wie du es sagst, ebenso. Unterstütze deine Präsentation visuell und achte auf Gestik und Mimik. Tipps dazu findest Du in unserem Blog zur nonverbalen Kommunikation.

5. Sei offen für den Dialog: Höre aufmerksam zu, nimm Fragen, Wünsche und Bedenken ernst. Im Dialog kannst Du deine Argumente vertiefen und dein Verständnis für die Aufgabe zeigen.

PS: Noch besser als ein Pitch ist kein Pitch. Nämlich die direkte Vergabe eines Auftrags an dich. Grundlage dafür ist deine überzeugende Arbeit für bestehende Kundinnen und Kunden. So wirst du beim nächsten Projekt wieder berücksichtigt oder weiterempfohlen. Mund-zu-Mund-Propaganda ist Gold wert. Genauso wie die Pflege von Beziehungen zu Menschen, mit denen du gerne zusammenarbeitest - egal ob Kundin, Agenturpartner oder Freund.